Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Familien


 
 

Therapieformen


 

Verhaltenstherapie 
Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Psychotherapieverfahren und gehört zu den sog. Richtlinienverfahren, deren Therapiekosten von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel übernommen werden. Die Wirksamkeit der Verhaltenstherapie bei der Behandlung von diversen Störungsbildern wurde umfassend durch die Forschung belegt. Das bedeutet, dass Dank der Behandlung oft in einem überschaubaren Zeitraum eine nachhaltige positive Veränderung im Leben Ihres Kindes und Ihrer Familie eintreten kann. 

Im Mittelpunkt der Therapie stehen die aktuelle Problemlage und aktuelle Lebensumstände Ihres Kindes und Ihrer Familie. Wir beobachten dabei das Verhalten Ihres Kindes im Spiel oder sprechen mit ihm über seine Gedanken, Gefühle und wie es sich körperlich fühlt. Wir untersuchen auch, wie Sie zu Hause und andere Bezugspersonen in der Kita oder Schule auf das Kind reagieren. In der Therapie werden die Stärken und bislang wenig genutzte Fähigkeiten Ihres Kindes aktiviert. So kann das Kind mit mehr Zuversicht und Mut neue Wege ausprobieren und mit der Zeit selbständiger problematische Situation bewältigen und Erfolge erleben. 

Narrative Sandspieltherapie nach W. Brächter: 
„Welchen Geschichten erlaubst du, dein Leben zu regieren“ M. White
Therapeutisches Sandspiel bietet den Kindern einen geschützten Raum für Probehandeln und Bewältigung von Alltagsproblemen  und damit auch Selbstentwicklung. 

In dieser sehr kindsgerechten Therapieform kommen unterschiedliche wirksame Elemente zum Einsatz. Durch die offene, wertschätzende und akzeptierende therapeutische Haltung erfahren Kinder Zutrauen in die eigenen Gestaltungsfähigkeiten. Die ersten Sandbilder verstehen wir als Ausdruck des Problemerlebens, dass ein Kind in die Therapie einbringt. Es handelt sich um das Ungelöste und Schwierige im Leben des Kindes. Im Verlauf der Therapie erfahren die Kinder mit Unterstützung eigene Geschichten auszuformen und komplexer zu gestalten. So können Kinder leichter bei einer Aktivität bleiben. Schwierige Passagen werden von der Therapeutin begleitet und es wird gemeinsam nach den Wegen gesucht, wie die Handlung weiter gehen kann. In diesem problemauflösenden Spiel werden neue Fühl- und Wahrnehmungsmöglichkeiten angestoßen. Feste innere Bilder geraten dann in Bewegung. Auf diese Weise können die Kinder ihre eigene Wirklichkeit „neu erspielen“ und so die oft eingefrorenen problematischen Situationen selbständig auflösen. Das bewirkt eine nachhaltige Veränderung innerer Bilder der Realität und oft eine dauerhafte Perspektivenerweiterung, die sich auch im täglichen Leben zeigt.